Forschung

Gesundheitsverhaltensänderung

Das Verständnis und die Förderung von Verhaltensänderungen und -aufrechterhaltung ist ein zentrales Thema der Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin. Gesundheitsverhalten wie Ernährung und körperliche Aktivität haben einen erheblichen Einfluss auf die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden, die Prävention von Krankheiten (z. B. Adipositas, COVID-19) und die Rehabilitation (z. B. Erholung von einem kardiovaskulären Ereignis).  

In der Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin tragen wir zum Verständnis der bio-psycho-sozialen Determinanten (z. B. Gewohnheit, Stress, soziale Beziehungen) der Änderung und Aufrechterhaltung von Gesundheitsverhalten bei. Mit Hilfe von theorie- und evidenzbasierten Ansätzen entwickeln und evaluieren wir Interventionen, die auf eine Vielzahl von Gesundheitsverhaltensweisen abzielen. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf digitalen Gesundheitsinterventionen mit Smartphone-Apps. Von zentraler Bedeutung für unsere Forschung ist das Verständnis der zu untersuchenden Phänomene, insbesondere wie sich das Gesundheitsverhalten und seine Determinanten im Laufe der Zeit innerhalb und zwischen Personen entwickeln. Daraus ergibt sich ein methodischer Ansatz, der das tägliche Leben der Menschen in ihrem natürlichen Kontext untersucht und dabei beobachtende sowie experimentelle, intensive Längsschnittmethoden einsetzt. Entsprechend verwenden wir Datenerhebungsverfahren wie beispielweise die ökologische Momentaufnahme (EMA) oder Sensoren (z. B. Beschleunigungsmesser, mobile Elektrokardiographie) sowie qualitative Methoden. 

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen, Dr. Dario Baretta

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

soapp.psy@unibe.ch

Worum geht es im Projekt?

Um die weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, wies das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die schweizerische Bevölkerung an, diverse Hygiene- und Verhaltensregeln in ihrem Alltag umzusetzen, wie beispielsweise die Handhygiene zu beachten. Die sofortige und konsequente Umsetzung einer neuen Verhaltensweise kann jedoch herausfordernd sein. Gesundheitspsychologische Strategien können dabei helfen, ein Verhalten zu einer Gewohnheit zu machen.

Ziel des Projektes

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Optimierung einer App zur Unterstützung der neuen Präventionsmassnahmen gegen das Coronavirus. Die entwickelte App «soapp» soll interessierte Personen bei der längerfristigen Umsetzung korrekter Handhygiene zu Schlüsselzeitpunkten effektiv unterstützen. Die App «soapp» soll nach Projektende öffentlich der schweizerischen Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.

Inhalt und Ablauf des Projekts

Das Projekt beinhaltet mehrere Teilprojekte, welche in Abbildung 1 veranschaulicht sind.

Die Teilprojekte gehen den folgenden Kernfragen nach:

1) Welche psychologischen, sozialen und strukturellen Faktoren hindern bzw. fördern die Umsetzung der Präventionsmassnahmen und wie könnten diese in einer Smartphone App angegangen werden?

2) Welche Interventionskomponenten unterstützen die Umsetzung der Präventionsmassnahmen optimal?

3) Führt die entwickelte Intervention zu einer verbesserten langfristigen Umsetzung der Präventionsmassnahmen im Vergleich zum Status Quo?

Die drei Teilprojekte sind aufeinander aufgebaut und finden somit nacheinander statt. Teilprojekt I wurde bereits abgeschlossen (Stand März 2021).

Wann findet die Studie statt?

Das Projekt wird für 2 Jahre finanziert von September 2020 bis August 2022.

Momentan befinden wir uns in Teilprojekt II – der Interventionsoptimierung, das bis Ende 2021 läuft.

Für nähere Informationen zu den jeweiligen Teilprojekten, klicken Sie bitte auf die entsprechende Box in Abbildung 1.

Was geschieht mit den Ergebnissen und Daten?

Die Daten aller drei Teilprojekte werden verschlüsselt ausgewertet (ohne persönliche Informationen). Zudem werden die anonymisierten Daten in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Wir halten alle gesetzlichen Regeln des Datenschutzes ein und alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht.

Projektteam an der Universität Bern:

Masterstudierende, die auf dem Projekt arbeiten

  • Annalea Venzin
  • Nadine Buergi

Ehemalige Mitarbeitende

  • Melanie Amrein, PhD
  • Gian Ruschetti, MS
  • Carole Baeder, MS
  • Lisa-Maria Summermatter, MS
  • Dominik Zeilstra

Kooperationspartner*innen:

Dr. Maria Del Rio Carral (Universität Lausanne)
Prof. Carlo Fabian (Fachhochschule Nordwestschweiz)
 

Forschungsförderung:

Ursula Wirz-Stiftung

Worum geht es in dieser Studie?

Ziel der Studie ist es zu untersuchen, wann, wie und wo romantische Paare in ihrem Alltag körperlich aktiv sind und wie dies mit ihrem Befinden und ihrer Partnerschaft zusammenhängt. Die Erkenntnisse sollen helfen, besser zu verstehen, welche Rolle enge soziale Beziehungen, wie die Partnerschaft bei der körperlichen Aktivität spielen. Daraus können gezieltere Massnahmen zur Bewegungsförderung entwickelt werden.

Wer kann mitmachen?

Wir suchen erwachsene romantische Paare, die…

  • seit mindestens 6 Monaten in einer festen Beziehung sind
  • sich mindestens 3x pro Woche treffen
  • beide ein Smartphone besitzen
  • und beide sehr gut Deutsch sprechen

Was beinhaltet die Studie?

Nach einem kurzen Online-Screening werden die teilnehmenden Paare zu einem Termin an der Universität Bern eingeladen (Aufwand max. 1 Stunde). Der Hauptteil der Studie findet direkt im Alltag der Teilnehmenden statt. Während der darauffolgenden 14 Tagen beantworten beide PartnerInnen 4x täglich (nach dem Aufstehen, um 12 Uhr, 17 Uhr und kurz vor dem Zubettgehen) bequem von ihrem Smartphone aus einige Fragen zu ihrer körperlichen Aktivität und ihrem Befinden und Erleben. Zudem tragen sie während dieser Zeit kontinuierlich Aktivitätssensoren und haben ihr Smartphone zur Aufzeichnung ihres Standortes und ihrer Smartphone-Nutzung bei sich. Nach Abschluss dieser 14-tägigen Befragung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Feedback zur Studie zu geben (optional) und retournieren die Aktivitätssensoren ans Institut für Psychologie.

Was ist Ihr Nutzen:

  • Als Teilnehmende der Studie haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Aktivitätsmuster besser zu verstehen.
  • Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne individuelle Bewegungsprofile zusammen.
  • Ausserdem erhalten Sie für Ihren Aufwand als Paar 2x CHF 50 Galaxus Gutscheine (oder Versuchspersonenstunden).
  • Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur psychologischen Forschung zu alltäglichem Gesundheitsverhalten in der Partnerschaft. Selbstverständlich informieren wir Sie nach Abschluss der Befragung auch gerne über die Ergebnisse der Studie.

Wann findet das Projekt statt?

Die Studie startet im Januar 2024! Weitere Informationen folgen demnächst.

Projektteam an der Universität Bern

Masterstudierende, die auf dem Projekt arbeiten:

  • Tina Henz
  • Rahel Grütter
  • Lea Burch

EUCLID – Umfrage zur aktuellen Coronavirus-Lage

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

euclid.psy@unibe.ch

Worum geht es in dieser Studie?

Entwickelt als Reaktion auf die anhaltende Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit durch den weltweiten Ausbruch des Coronavirus (SARS-CoV-2) und der damit verbundenen Krankheit COVID-19 möchte diese Studie die Wahrnehmung und das Verhalten der Bevölkerung untersuchen. Die Befragung beinhaltet Fragen zu folgenden Bereichen: (1) Subjektive Gesundheit, (2) Wahrnehmung von Risiken, (3) Schutzmotivation und -verhalten, (4) Erwartete zukünftige Entwicklungen des aktuellen Ausbruchs.

Diese Befragung wird unter der Leitung der Universität Konstanz in mehreren Ländern durchgeführt. 

Wie kann ich teilnehmen?

Hier geht es zur Befragung: https://psychkonstanz.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_0ffS4zaFDctxxsh

Mit Ihrer Teilnahme an dieser Studie leisten Sie einen wichtigen Beitrag an die gesundheitspsychologische Forschung zum Coronavirus. Ausserdem haben Sie die Möglichkeit, an einer Verlosung von fünf Migros-Einkaufsgutscheine im Wert von je 20 CHF teilzunehmen.

Was geschieht mit den Daten?

Auf dieser Website werden die anonymisierten Daten (ohne jegliche persönliche Information) öffentlich zugänglich gemacht, um einen Einblick in die Wahrnehmung und das Verhalten der Bevölkerung zum Coronavirus zu geben. Die anonymisierten Daten werden zudem in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht.

Projektgruppe Universität Bern

Projektleitung der Universität Konstanz

Prof. Dr. Britta Renner, Julia Koller, Nadine Lages, Dr. Karoline Villinger, Prof. Dr. Harald Schupp (PIs)

Projektpartner/innen

Prof. Dr. Efrat Neter, Department of Behavioral Sciences, Ruppin Academic Center, Israel

Prof. Dr. Pilvikki Absetz, Adjunct Professor of Health Promotion, University of Eastern Finland, Finland

Prof. Dr. Benicio Gutiérrez-Doña, Psychological Sciences, Universidad Estatal a Distancia, Costa Rica

EFPA – European Federation of Psychologists Associations

 

HABIRUPT - Habit Disruption in Daily Life

Das übergeordnete Ziel des HABIRUPT-Projekts besteht darin, die Unterbrechung und die Auflösung von Gewohnheiten im Zusammenhang mit gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen zu untersuchen.

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen, Robert Edgren

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

habirupt.psy@unibe.ch

Um was geht es in der Studie?

Die Erforschung gesundheitsbezogener Verhaltensänderungen durch Gewohnheitsprozesse ist wichtig, da dies uns helfen kann, zu verstehen, wie eine langfristige Veränderung erreicht werden kann.
Bei den gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen, die wir untersuchen, handelt es sich um sitzende Tätigkeiten (anhaltende Inaktivität), Konsum ungesunder Snacks, Alkoholkonsum und Rauchen.
Diese Verhaltensweisen wurden ausgewählt, weil sie modifizierbare Risikofaktoren für chronische Krankheiten und die damit verbundene Sterblichkeit sind.

Studien:

Das HABIRUPT-Projekt besteht aus zwei intensiv longitudinalen Längsschnittstudien, die in der realen Welt durchgeführt werden. Die Auflösung von Gewohnheiten wird als idiosynkratischer und dynamischer Prozess untersucht, und wir wollen herausfinden, wie lange es dauert, bis Gewohnheiten aufgelöst werden. Ausserdem wollen wir untersuchen, welche Faktoren den Prozess des Gewohnheitszerfalls unterstützen und welche ihn behindern.

Studie 1 ist eine Beobachtungsstudie, die sich auf alle 4 oben genannten Risikoverhaltensweisen konzentriert.

Studie 2 ist eine experimentelle Studie mit Schwerpunkt auf sitzendem Verhalten, bei der die Teilnehmenden per Smartphone-App Interventionen erhalten.

Aktueller Stand des HABIRUPT-Projekts:

Die Datenerhebung der HABIRUPT-Studie 1 ist abgeschlossen. Die Datenanalyse wird derzeit durchgeführt.

Die Vorregistrierung des Analyseplans finden Sie hier: https://osf.io/g6wpr (Aktualisiert: 05/2023)

Die Studie untersucht, wie man sich Gewohnheiten in Bezug auf vier verschiedene Verhaltensweisen abgewöhnen kann:
Sitzverhalten, ungesundes Snackverhalten, Alkoholkonsum und Rauchen.

Die Teilnehmenden werden angeleitet, wie sie sich eine schlechte Angewohnheit ihrer Wahl abgewöhnen können, und ihre Fortschritte werden 3 Monate lang beobachtet.

Finanzierung:

Das HABIRUPT-Projekt wird vom SNF finanziert (Förderungsnummer 10001C_200895).

Kontakt:

habirupt.psy@unibe.ch

 

Projektteam an der Universität Bern

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen, Dr. Dario Baretta

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

habitwalk.psy@unibe.ch

Um was geht es in der Studie?

Ziel der HabitWalk-Studie ist es, ein tieferes Verständnis für den Prozess der Gewohnheitsbildung in Bezug auf das Bewegungsverhalten zu erlangen. Wir wollen untersuchen, wie sich Bewegungsgewohnheiten im Laufe der Zeit herausbilden, und wirksame Interventionsstrategien zur Unterstützung dieser Entwicklung ermitteln. Dabei konzentrieren wir uns auf schnelles Gehen, eine Art der körperlichen Betätigung, die für die meisten Menschen zugänglich und mit wichtigen gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Zur Durchführung der Studie haben wir eine Smartphone-App, HabitWalk, entwickelt, die die Teilnehmenden bei der Etablierung einer täglichen Gewohnheit in Form von 15-minütigem schnellen Gehen anleiten soll.

Wie ist der Status der Studie?

Die Rekrutierung der Teilnehmenden ist abgeschlossen und erfolgte zwischen Mitte Mai 2023 und Anfangs Juli 2023. Die Datenerhebung endet Anfangs November 2023.

Präregistrierung

https://osf.io/cpbua

Finanzierung

Stiftung Suzanne und Hans Biäsch.

Kontakt:

E-Mail: habitwalk.psy@unibe.ch

Forschungsteam an der Universität Bern

Masterstudierende, die im Projekt mitarbeiten:

Noemi Gillmann, cand. M.Sc. 

 

HEALS: Studie zu Gesundheit und Stress im Alltag

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

jennifer.inauen@unibe.ch
Telefon +41 31 684 36 41

Bei Interesse bitte eine E-Mail an folgende Adresse: heals.psy@unibe.ch

Worum geht’s in diesem Projekt?

Stress ist ein weit verbreitetes Thema in unserem Leben, das eng mit gesundheitlichen Folgen verbunden ist. Das Ziel dieses Projekts ist die Erforschung von physiologischem und erlebtem Stress und seinen Auswirkungen auf Gesundheit im Alltag. Ein Fokus liegt dabei auf der Erforschung von Herzratenvariabilität im täglichen Leben als Indikator für die Aktivität des autonomen Nervensystems und damit auch Stress. Dies soll helfen die Beziehung zwischen Stress und Gesundheitsverhalten und somit auch Gesundheit im täglichen Leben besser zu verstehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Untersuchen von Interventionsmöglichkeiten, um die negativen Auswirkungen von Stress auf Gesundheitsverhalten und Gesundheit abzuschwächen.

Was ist das Ziel des Projekts?

Neue Erkenntnisse aus dem täglichen Leben darüber zu gewinnen, wie sich Stress auf das Gesundheitsverhalten und Gesundheit auswirkt, welche Messmethoden für Stress für zukünftige Interventionsstudien geeignet sind und welche Interventionsmöglichkeiten physiologischen und erlebten Stress im Alltag verbessern könnten. Dies soll eine entscheidende Grundlage für zukünftige Interventionsstudien im täglichen Leben schaffen, um negative Auswirkungen von Stress auf das Gesundheitsverhalten und damit die Gesundheit zu vermindern.

Aufbau des Projekts

Das Projekt beinhaltet mehrere Teilprojekte, welche folgenden Kernfragen nachgehen:

  1. Wie sieht eine adaptive Reaktion auf und Erholung von Stress im Alltag aus in Bezug auf physiologisch gemessenen Stress?
  2. Wie können Entspannungsübungen im Alltag (z.B. Atemübungen, Achtsamkeitsmeditation) im Alltag physiologischen und erlebten Stress verändern?
  3. Wie können Veränderungen in physiologischem und erlebtem Stress Essverhalten, Schlafhygiene und Schlafqualität im Alltag vorhersagen?
  4. Wie kann Stress im täglichen Leben valide und reliabel gemessen werden um in Interventionsstudien zum Stressabbau im Alltag eingesetzt zu werden?

Bisherige Ergebnisse

  1. Wie sieht eine adaptive Reaktion auf und Erholung von Stress im Alltag aus in Bezug auf physiologisch gemessenen Stress?

Höhere Herzratenvariabilität (Indikator für parasympathische Aktivität und damit die Abwesenheit von Stress) kann eine adaptive Reaktion auf darauffolgenden Stress im Alltag vorhersagen. Dies gilt sowohl für kognitive als auch körperlich stressige Ereignisse. Höhere Herzratenvariabilität stand aber nicht im Zusammenhang mit adaptiverer Erholung von Stress im Alltag, im Gegensatz zur Theorie und Laborbefunden. Publikation: https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.943065

Wann findet das Projekt statt?

Das Projekt wird zwischen 2019-2026 durchgeführt.

Projektteam an der Universität Bern

Masterstudierende, die auf dem Projekt arbeiten

  • Johanna Rink
  •  Evelyne Oesch
  •  Laura Trinkler
  •  Alyssa Hadorn

Kooperationspartner*innen:

  • Prof. Dr. Andreas Schwerdtfeger (Universität Graz)
  • Prof. Dr. Daryl O’Connor (University of Leeds)

Hier geht’s zur Anmeldung bei der Studie: https://psyunibe.qualtrics.com/jfe/form/SV_6QXlik8BQHm6SO2

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen

Universität Bern 
Institut für Psychologie 
Fabrikstrasse 8 
3012 Bern 

+41 31 684 34 08  

heals@unibe.ch

Worum geht es in dieser Studie? 

Diese Studie untersucht, wie Stress und andere Faktoren beeinflussen, ob Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas) nach einer Gewichtsreduktion weiterhin erlernte Ernährungsgewohnheiten beibehalten können. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, in der Zukunft Unterstützungsangebote zu entwickeln und der erneuten Gewichtszunahme vorzubeugen. 

Was beinhaltet die Teilnahme? 

Die Teilnahme findet hauptsächlich im Alltag der Teilnehmenden statt. Die Teilnehmenden tragen für eine Woche einen mobilen Elektrokardiogramm (EKG) Sensor, welcher mittels Klebeelektroden an Ihrem Oberkörper befestigt wird und füllen im Alltag kurze Befragungen auf ihrem Smartphone aus. Vor und nach dieser Alltagsphase findet ein kurzer Termin (je ca. 30 Minuten) im Labor der Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Universität Bern statt.  

Wer kann teilnehmen? 

Teilnehmen dürfen Personen, die 

  • 18 Jahre oder älter sind, 

  • Vor Gewichtsabnahme einen Body Mass Index von ≥ 30kg/m2 hatten 

  • Das Ziel haben, das verlorene Gewicht zu halten 

  • Momentan über Schwierigkeiten berichten, eine ausgewogene Ernährung einzuhalten: Bericht von mindestens 2 Abweichungen von der ausgewogenen Ernährung in der vergangenen Woche («Ausrutscher»). 

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Personen, die 

  • Kein Smartphone besitzen oder die studienspezifischen Apps und Sensoren nicht benutzen möchten, 

  • Ungenügend gute Deutschkenntnisse haben, um an der Studie teilzunehmen, 

  • Der Teilnahme nicht zustimmen, und dieses Dokument nicht unterschreiben.  

  • eine bariatrische Operation hatten (also eine chirurgische Veränderung des Magens, des Darms oder beides, mit dem Ziel der Gewichtsreduktion), 

  • an Diabetes, einer kardiovaskulären Erkrankung oder Schlafstörung erkrankt sind  

  • oder die momentan in psychotherapeutischer Behandlung sind.  

Warum sollte ich teilnehmen? 

Durch die Studienteilnahme erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Verhalten näher zu verstehen. Dazu erhalten Sie am Ende der Studie auch eine Übersicht mit Ihren persönlichen Daten (Bewegung, Schlaf, Herzratenvariabilität).  
Ausserdem leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Forschung im Bereich Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Ernährung nach Gewichtsabnahme. Die Ergebnisse können wichtig sein für andere Personen, die ein gesundes Körpergewicht beibehalten wollen. Für Ihren Aufwand erhalten Sie zur Entschädigung einen Galaxus Gutschein im Wert von CHF 100.-.

Hier geht’s zur Anmeldung bei der Studie: https://psyunibe.qualtrics.com/jfe/form/SV_6QXlik8BQHm6SO2

CoVac
Wie hat sich die Pandemie auf Sie und Ihr Umfeld ausgewirkt? Wollen Sie sich gegen Covid-19 impfen lassen oder nicht?

DARVID
Registriertes internationales Multi-Method-Trial: DARVID – Distress, Anxiety and Resilience of Health Care Professionals during the COVID-19-Pandemic.

Getränkestudie
Studie zur intraindividuellen Wirkung von Zielen zur Reduktion des zuckerhaltigen Getränkekonsums.

KREAS
Das Ziel dieser Studie ist die Untersuchung von Effekten von Kreativitätsübungen auf das Stresserleben.

MOVACT
Studie zur Steigerung der körperlichen Aktivität.

ROCO
Die Universität Bern untersucht im Rahmen ihres Projektes ROCO ein online Selbsthilfeprogramm für Personen, die sich aufgrund der Situation rund um Covid-19 psychisch belastet fühlen.

SelFIT – Selber wieder fit nach einem Unfall
Die Universität Bern untersucht im Rahmen ihres Projektes SelFIT ein online Selbsthilfe-Programm für Personen, die einen Unfall erlebt und Probleme damit haben, mit den Folgen dieses Unfalls zurechtzukommen. Das SelFIT Programm bietet Unterstützung dabei, diese Anpassungsprobleme zu überwinden.

SENACT
Studie zur Steigerung der körperlichen Aktivität bei Seniorinnen und Senioren.

SERENA
Studie zu Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen ab 65 während der COVID-19-Pandemie

Studie zur Selbstkontrolle im Umgang mit Cannabis
In Zusammenarbeit mit der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern startet das Institut für Psychologie der Universität Bern eine Studie zum Thema «Selbstregulation von Cannabis-Konsum».
Die Resultate der Studie finden Sie hier

UNIBrain
Registrierte RCT zur Wirksamkeit eines web-basierten Lerntools zum Thema "Lernen lernen".

Globale und Umweltgesundheit 

Globale Gesundheit bezieht sich auf das Studium und die Praxis der Verbesserung von Gesundheitsergebnissen und der Verwirklichung von Gesundheitsgerechtigkeit auf globaler Ebene. Umweltgesundheit umfasst die Untersuchung der Auswirkungen der Umwelt auf den Menschen und umgekehrt. Die Themen globale Gesundheit und Umweltgesundheit sind oft miteinander verwoben. So ist beispielsweise die Gesundheit der Bewohnenden des globalen Südens oft unverhältnismässig stark von Umweltrisiken betroffen. In der Abteilung für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin untersuchen wir die gesundheitsbezogene Verhaltensanpassung an Umweltrisiken und konzentrieren uns dabei auf das Verständnis der psychologischen und sozialen Determinanten des Gesundheitsverhaltens sowie auf die Entwicklung und Bewertung von Interventionen auf der Grundlage dieser Erkenntnisse.  

Diese inter- und transdisziplinäre Forschungsrichtung beinhaltet eine sinnvolle Zusammenarbeit mit führenden Persönlichkeiten, Organisationen und Interessenvertretenden der Gemeinschaft und deren aktives Engagement bei der Planung und Durchführung der Forschung. Sie zielt zudem auf eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit der Gemeinschaft über das spezifische Forschungsprojekt hinaus ab (gemeinschaftsbasierte, partizipative Forschung). Wir setzen quantitative (Beobachtungs- und experimentelle) und qualitative Feldforschungsmethoden ein, die es uns ermöglichen, Herausforderungen wie beispielsweise die niedrige Alphabetisierungsrate anzugehen. Als Forschende an einer Schweizer Universität, die mit Kolleginnen und Kollegen im globalen Süden zusammenarbeiten, setzen wir uns kritisch mit historischen und strukturellen Machtungleichgewichten zwischen dem globalen Süden und dem Norden auseinander. 

 

Konsequenzen von schwerem Tragen und Prävention von Gebärmuttervorfällen- Unterstützung und Verhaltensänderung für Frauengesundheit in Nepal

Konsequenzen von schwerem Tragen und Prävention von Gebärmuttervorfällen- Unterstützung und Verhaltensänderung für Frauengesundheit in NepalGemeinsam mit Forscherinnen und Praktikerinnen des Kathmandu University Hospitals und der Eawag: Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs, ermittelt die Universität Bern Konsequenzen von (Wasser-)tragen für Frauen in Nepal, insbesondere hinsichtlich Gebärmuttervorfällen. Ziel der Forschung ist mit Unterstützung und Verhaltensänderung auf individueller, familiärer und Dorfebene, die Lebensqualität von Frauen in Nepal zu erhöhen und Problemverhalten zu minimieren.

Kontakt

M. Sc. Vica Tomberge

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

vica.tomberge@unibe.ch
Telefon +41 31 684 45 83

Projektbeschreibung:

In den meisten Ländern des Globalen Südens wenden vor allem Frauen täglich viel Zeit und Energie auf, um Wasser und Nahrung für ihre Familie und Tiere zu beschaffen. So auch in Nepal. Die häufige physische Belastung beim Tragen schweren Lasten (Wasser, Tierfutter, Steine, Holz) birgt ein Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen und reproduktive Gesundheit. Laut United Nations Population Fund (UNFPA) ist jede zehnte Frau in Nepal von einem Organvorfall betroffen. Organe senken sich dabei in die Vagina und tritt im fortgeschrittenen Stadium aus ihr heraus.

In einer Pilotstudie (2019) ermittelte unsere Forschungsgruppe gemeinsam mit Forscherinnen des Kathmandu University Hospitals und der Eawag, dass nepalesische Frauen pro Weg durchschnittlich 19 kg Wasser und 35 kg andere Lasten (Holz, Tierfutter) tragen und dass Hebe- und Abstellverhalten beim Tragen häufig wenig ergonomisch sind.

Wir identifizierten niedrige Selbstwirksamkeitserwartung (Überzeugung, Verhalten nicht mit eigenen Ressourcen organisieren und ausführen zu können) und unzureichende soziale Unterstützung als Gründe für unsicheres Trageverhalten.

Befähigungshypothese

Voraussetzung, um ein Gesundheitsverhalten ausführen zu können, ist, dass dies der eigenen Entscheidungskontrolle unterliegt. Vor allem in sozial benachteiligten Populationen mindern soziostrukturelle Barrieren, wie geschlechtsspezifische soziale Erwartungen die effektive und wahrgenommene Kontrolle über Gesundheitsverhalten. Eine Möglichkeit, Barrieren zu überwinden, findet sich gemäss der Befähigungshypothese in sozialer Unterstützung. Soziale Unterstützung hilft demnach mit Umweltanforderungen zurechtzukommen und stärkt zusätzlich die Selbstwirksamkeitserwartung der unterstützten Person.

Women lift safely - Eine Interventionsstudie zur Reduktion von Gesundheitsrisiken beim Tragen schwerer Lasten

In einer Interventionsstudie (2021-2022, n = 300) möchten wir testen, ob stärkere Selbstwirksamkeit der Frauen zu sichererem Trageverhalten führt. Weiter soll die Befähigungshypothese erstmalig in diesem Kontext getestet werden.

Es werden drei von der Problematik betroffene Dörfer in Nepal in einem Parallelgruppendesign zufällig zu einer von drei Interventionsgruppen zugeteilt: individuelle Selbstwirksamkeitsförderung, Selbstwirksamkeitsförderung + soziale Unterstützung durch eine soziale Partnerin / einen Partners, Wartelisten-Kontrollgruppe.

Selbstwirksamkeit wird über die drei wirksamsten Quellen von Selbstwirksamkeitsförderung induziert: Erfahrung von Erfolgserlebnissen, stellvertretende Erfahrung (Modelllernen) und Verbale Überzeugung (Persuasion). Die Interventionsgruppen erhalten Verhaltensänderungstechniken zur Erhöhung von Selbstvertrauen und für Modelllernen.

Projektstandort:

Kavre & Sindhupalanchowk District, Nepal

Projektförderung:

  • Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie​ (Interventionsstudie 2021/2022)
  • Universität Bern
  • Eawag: Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs (Vorstudie 2019)

Projektteam:

Dr. Akina Shrestha (Kathmandu University Hospital; Kathmandu University School of Medical Sciences), Vica Tomberge & Prof. Dr. Jennifer Inauen (Universität Bern), Regula Meierhofer (Eawag), Dr. Helena Luginbühl (BFH Gesundheit Fachbereich Physiotherapie), Janine Bischof & Melanie Bamert (Universität Bern).

Kooperationspartnerinnen:

Dr. Anjana Singh Dangol (Geburtshilfe & Gynäkologie, Kathmandu University Hospital), Dr. Richa Amatya (Psychiatrie, Kathmandu University Hospital)

Publikationen

Tomberge, V. M. J., Shrestha, A., Meierhofer, R., & Inauen, J. (2021). Understanding safe water‐carrying practices during pregnancy and postpartum: A mixed‐methods study in Nepal. Applied Psychology: Health and Well-Being, aphw.12325https://doi.org/10.1111/aphw.12325

Tomberge*, V. M. J., Bischof*, J. S., Meierhofer, R., Shrestha, A., & Inauen, J. (2021). The Physical Burden of Water Carrying and Women’s Psychosocial Well-Being: Evidence from Rural Nepal. International Journal of Environmental Research and Public Health18(15), 7908. https://doi.org/10.3390/ijerph18157908 (* shared first authorship)

 

Meierhofer, R., Tomberge, V. M. J., Inauen, J., & Shrestha, A. (2022). Water carrying in hills of Nepal-associations with women's musculoskeletal disorders, uterine prolapse, and spontaneous abortions. PLoS One, 17(6), e0269926. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0269926.

Tomberge, V. M. J. , Luginbuehl, H., Shrestha, A., Kasaju, A., Scarnato, C., Meierhofer, R., & Inauen, J. (2023). Does self-efficacy and social support enable women to foster their pelvic floor health? A non-randomized controlled trial in rural Nepal. ContiNence, 7(Supplement 1), 100987. https://doi.org/10.1016/j.cont.2023.100987.

Kontakt

Prof. Dr. Jennifer Inauen, Dr. Benjamin Ambühl

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

Diese Forschungsarbeit zur Änderung des Gesundheitsverhaltens konzentriert sich auf die Prävention von durch Wasser übertragenen Krankheiten (z. B. Arsenikose, Durchfall), die durch die Verunreinigung von Trink- und Kochwasser in Bihar, Indien, verursacht werden. Das Hauptziel bestand darin, die Auswirkungen partizipatorischer Maßnahmen zur Verhaltensänderung auf Kollektiv- und Individualebene, die mit der Installation einer neuen Trinkwasserinfrastruktur einhergehen, auf die Ergebnisse im Bereich sicheres Wasser zu testen. Die Ergebnisse zeigten, dass eine kombinierte Intervention auf Kollektivebene, die auf psychologisches Eigentum abzielte, und eine Intervention auf individueller Ebene, die auf Gewohnheiten abzielte, im Vergleich zu den Kontrollen zu einer stärkeren Nutzung der sicheren Wasserinfrastruktur, einer verbesserten Einstellung zur Wasserpflege und einer verbesserten Qualität der Infrastruktur führte, wobei jedoch keine Auswirkungen auf die Wasserqualität festgestellt wurden. Die Untersuchung, wie und bei wem die Interventionen wirkten, ist Gegenstand der laufenden Forschungsarbeiten.

Projektteam an der Universität Bern

Prof. Dr. Jennifer Inauen

Dr. phil. Benjamin Ambühl

Masterarbeiten (abgeschlossen)

M.Sc. Selina Steiner
M.Sc. Nadine Fischer
M.Sc. Bettina Steinegger

Kooperationspartner*innen

Eawag (SANDEC, Water Supply & Treatment)
Mahavir Cancer Sansthan and Research Center
Bihar State Pollution Control Board
Paridhi Bhagalpur
PHED Bhagalpur

Finanzierung

This research was funded by the Swiss Agency for Development and Cooperation (Grant number 7F-09963.01.01).

Publikationen

Ambuehl, B., & Inauen, J. (2022). Contextualized measurement scale adaptation: A 4-step tutorial for health psychology research. International Journal of Environmental Research and Public Health, 19(19), 12775. https://doi.org/10.3390/ijerph191912775

Ambuehl, B. (2022). The role of psychological ownership in community-based piped water supply infrastructure in Nepal and India. Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät der Universität Bern.

Ambuehl, B. A., Ghosh, A. K., Singh, B. K., Kumar, M., Marks, S., & Inauen, J. (2020). Psychological ownership and habits for long-lasting safe water infrastructure. Sandec News, 21, 36-37. https://doi.org/10.7892/boris.147050

Ambuehl, B. A., Ghosh, A. K., Singh, B. K., Kumar, M., Marks, S., & Inauen, J. (2023). Community based participatory action research: An Indo Swiss Project. Sandec News, 21, 46-47.

Ambuehl, B. A., Ghosh, A. K., Singh, B. K., Kumar, M., Marks, S., & Inauen, J. (submitted). Behaviour change for shared safe water infrastructure is best facilitated at community and individual levels: a cluster-randomized trial in Bihar.

Die Rolle des psychologischen Besitzes beim sicheren Trinkwasserkonsum in Nepal
Diese longitudinale Studie untersucht die Rolle des psychologischen Besitzes für die Nutzung sicherer Trinkwasseroptionen.

Sexuelle Gesundheit 

Sexuelle Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheiten, Problemen der sexuellen Funktion und Gewalt. Sie setzt einen positiven Zugang zur Sexualität und genussvolle Erfahrungen voraus und trägt wesentlich zu Wohlbefinden und Lebensqualität bei. Die Förderung sexueller Gesundheit stellt eine oftmals unterschätzte Ressource für die allgemeine Gesundheit dar. Bisher fokussieren Interventionsstudien der sexuellen Gesundheit primär auf negative Outcomes von Sex, wie sexuell übertragbare Infektionen, sexuelle Funktionsstörungen oder ungewollte Schwangerschaft und richten sich an Risikogruppen. Gemäss einem holistischen Ansatz bedarf es vermehrt sexpositive Präventionsansätze auf allen Ebenen. Die Gesundheitspsychologie leistet hierzu einen zentralen Beitrag. Sie ermöglicht es psychische Ressourcen und Prozesse zu bestimmen, welche die verschiedenen Facetten sexueller Gesundheit fördern, erhalten und wieder herstellen.

An unserer Abteilung werden theorie- und evidenzbasierte Interventionen zur Förderung der sexuellen Gesundheit entwickelt und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Mit Blick in die Praxis zeigen die Arbeiten unserer Abteilung das Potenzial, wie gesundheitspsychologische Interventionen für die sexuelle Gesundheit entscheidende psychische Ressourcen niederschwellig, kostengünstig und effizient fördern können.

Kontakt

Dr. phil. Stefanie Gonin-Spahni

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

stefanie.gonin@unibe.ch
Telefon +41 31 684 54 28
 

In Kooperation mit der Universitätsklinik für Urologie des Inselspitals wird mit Hilfe der Befragung aktueller und früher Patienten die Wirksamkeit der sexologischen Sprechstunde nach Sexocorporel untersucht.

In dieser randomisierten kontrollierten Interventionsstudie wird die Wirksamkeit einer online Selbsthilfe zur Förderung des sexuellen Vergnügens von heterosexuellen Cis-Männern untersucht.

Kontakt

Dr. phil. Stefanie Gonin-Spahni

Universität Bern
Institut für Psychologie
Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin

Fabrikstrasse 8
3012 Bern

stefanie.gonin@unibe.ch
Telefon +41 31 684 54 28
 

Worum geht es in dieser Studie?

In dieser Studie wird die Effektivität eines Online-Programmes zur Steigerung des sexuellen Vergnügens für heterosexuelle Cis-Männer überprüft. Die Teilnehmenden setzen sich dabei über dreissig Tage selbständig mit den Inhalten einer eigens für das Projekt erstellten Webseite auseinander, welche Wissensvermittlung zum Thema sowie Körper- und Achtsamkeits-basierte Übungen bietet.

Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit einer solchen leicht zugänglichen Unterstützung zur Förderung des Erlernens und Erlebens von sexuellem Vergnügen zu untersuchen.

Teilnehmenden wird nach dem Zufallsprinzip direkt der Zugang zur Webseite gegeben oder sie kommen auf eine Warteliste mit Start des Programms nach dreissig Tagen.

Wer kann teilnehmen?

Du kannst an der Studie teilnehmen, wenn du:

  • ein heterosexueller Cis-Mann bist.
  • 18 Jahre oder älter bist.
  • bereit bist im Rahmen deiner Teilnahme online drei Fragebögen auszufüllen.

Sobald die Teilnahme möglich ist, wird der Link hier veröffentlicht.

Online Experiment zum genitalen Selbstbild
Im online Experiment wird der Effekt der Betrachtung von Fotografien natürlicher Genitalien und der Wissensvermittlung zur Funktion des Geschlechts auf das genitale Selbstbild und seine Korrelate mit Hilfe eines randomisierten kontrollierten Designs überprüft.

SeBeGe
Ziel dieser Fragebogenstudie war es, die Wechselwirkung von psychischen, körperlichen und sozialen Ressourcen in der Sexualität und ihre Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden zu untersuchen. Es haben 1’100 Personen im Alter zwischen 18 und 77 Jahren teilgenommen.

SeBeGe 2.0
Die Studie stellt eine Fortsetzung der Pilotstudie SeBeGe dar und untersucht die Wechselwirkung von Körper, Beziehung, Einstellungen zur Sexualität und ihrer Bedeutung für die Gesundheit.

Pornografiekonsum im Alltag von Paaren
Während der Grossteil bisheriger Forschung zum Effekt von Pornografiekonsum in der Partnerschaft auf der Befragung von Einzelpersonen beruht, wurden in dieser Fragebogenstudie 82 heterosexuelle Paare zu ihrem Verhalten und Erleben befragt.

Sexual Pleasure Matters
Eine Fragebogenstudie zur Validierung des Amsterdam Sexual Pleasure Index in Kooperation mit Forscherinnen des Universitätsklinikum von Amsterdam.

Online Selbsthilfe PleaSure
In dieser randomisierten kontrollierten Interventionsstudie wird die Wirksamkeit einer online Selbsthilfe zur Förderung des sexuellen Vergnügens von Menschen mit einer Vulva untersucht.

Weitere abgeschlossene Projekte

InDebrief
In Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern und dem Berner Simulationszentrum (BeSic) liefert diese netzwerkanalytische Beobachtungsstudie eine erste vertiefte Gesamtübersicht zum Interaktionsverhalten in Nachbesprechungen von simulierten Notfallsituationen im Operationssaal.

ERInteract
Kooperationsprojekt mit dem Inselspital Bern und dem Universitären Notfallzentrum. Anhand von Simulationen in realen Notfallteams werden Interaktionsmuster untersucht, welche zu einer erfolgreichen Diagnosestellung oder Reanimation beitragen.

EMBEX
Im Rahmen der Studie untersucht die Universität Bern Personen, denen Gerechtigkeit am Herzen liegt und teils eine andere Haltung zum Leben und Erwartungen darüber entwickelt haben.

Religiöse Konflikte und Bewältigungsstrategien
Projekt 2 im IFK Religious Conflicts and Coping Strategies (https://www.religious-conflicts.unibe.ch) Project within the Interfaculty Research Cooperation on religious conflicts and coping strategies: ​"Religious coping styles among people dealing with internal religious and spiritual struggles", under the supervision of Prof. Dr. Isabelle Noth and Prof. Dr. Hansjörg Znoj)

Trauer
Projekt LIVIA (Selbsthilfe bei Trennung und Trauer).