DARVID - Distress, Anxiety and Resilience among Health Care Professionals during the COVID-19-Pandemic

Das Study Protocol wurde bei BMJ open publiziert. Sie finden es hier

In dieser internationalen Studie befragen wir in Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern in drei Wellen das Gesundheitspersonal zur aktuellen Belastung bei der Arbeit und Resillienzstrategien. Insbesondere interessiert uns, wie sich die persönliche Resilienz und das Kohärenzgefühl auf Depressivität, Traumasymptomen und Ansteckungsangst in Abhängigkeit der Stärke und des Verlaufs der Pandemie in den einzelnen Ländern auswirken. Auch untersuchen wir, ob sich diese Zusammenhänge zwischen Personen mit direktem Kontakt mit diagnostizierten COVID-19-Patienten (medical frontliners) und solchen ohne direkten Kontakt (medical secondliners) mit infizierten Patienten unterscheiden.

Ein vertieftes Verständnis des Zusammenhangs der Resilienzfaktoren in einer aussergewöhnlichen Arbeitssituation mit der psychischen Gesundheit des medizinischen Personals stellt einen wichtigen Schritt dar, um gezielte Interventionen abzuleiten. Diese sollen das Gesundheitspersonal in ihrer persönlichen Resilienz unterstützen und zudem auch die organisationale Resilienz fördern helfen. Insbesondere in Zeiten von Ressourcenknappheit sollen resilienzfödernde Interventionen das medizinische Fachpersonal vor emotionale Überforderung schützen und schliesslich auch zur Erhörung der Patientensicherheit beitragen..

Die Fragebogenstudie wird um strukturierte Interviews ergänzt, welche im Nachfeld der CoronaKrise erhoben und ausgewertet werden. Durch diesen qualitativen Ansatz wird eine detailierte Betrachtungsweise einzelner Belastungen und Resilienzfaktoren möglich.

Das Fragebogen-Trial ist im ISRCTN – Registry registriert und von der Kantonalen Ethik Kommission als nicht bewilligungspflichtig eingestuft worden. Die Publikation von ersten Ergebnissen ist für das erste Trimester 2021 vorgesehen.

Projektgruppe Universität Bern