BECCCS – Interventionsstudie für die verbesserte Umsetzung der Coronavirus-Präventionsmassnahmen

Worum geht’s in dieser Studie?

Die Umsetzung der Präventionsmassnahmen wie Händewaschen und Masken tragen helfen dabei, die weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen. Diese Massnahmen zur Gewohnheit zu machen ist jedoch nicht leicht.
Das Ziel dieser Studie ist es, die schweizerische Bevölkerung bei der längerfristigen Umsetzung der Präventionsmassnahmen gegen das neue Coronavirus evidenzbasiert zu unterstützen. Dabei wird eine Smartphone App entwickelt, welche die interessierte Bevölkerung bei der Gewohnheitsbildung für die Präventionsmassnahmen unterstützt.

Das Projekt beinhaltet mehrere Teilprojekte, welche in der Abbildung 1 veranschaulicht sind. Die Teilprojekte gehen den folgenden Kernfragen nach: 1) Welche psychologischen, sozialen und strukturellen Faktoren hindern bzw. fördern die Umsetzung der Präventionsmassnahmen und wie könnten diese in einer Smartphone Applikation angegangen werden? 2) Welche Interventionskomponenten unterstützen die Umsetzung der Präventionsmassnahmen optimal? 3) Führt die entwickelte Intervention zu einer verbesserten langfristigen Umsetzung der Präventionsmassnahmen im Vergleich zum Status Quo?

Wann findet die Studie statt?

Die drei Teilprojekte sind aufeinander aufgebaut und finden somit nacheinander statt. Momentan befinden wir uns in Teilprojekt I Interventionsentwicklung. Neben einer Ableitung von potenziell wirkungsvollen Interventionskomponenten aus der Literatur möchten wir dabei auch die Meinungen von der Bevölkerung und Expert*innen berücksichtigen. Dazu suchen wir noch Personen, die bereit wären, an einer Gruppendiskussion zum Thema Präventionsmassnahmen teilzunehmen. Hier finden Sie weitere Informationen und können sich anmelden.

Die Teilprojekte II und III befinden sich noch in der Planungsphase.

Was geschieht mit den Ergebnissen und Daten?

Das erwartete Hauptergebnis von Projekt BECCCS ist eine Smartphone Applikation, die interessierte Menschen effektiv dabei unterstützen kann, die Präventionsmassnahmen langfristig noch besser umzusetzen. Die App soll nach Projektende öffentlich gratis heruntergeladen werden können, sofern wir ihre Effektivität nachweisen können.

Die Daten aller drei Teilprojekte werden anonymisiert ausgewertet (ohne persönliche Informationen) und dafür verwendet, eine Intervention zur optimalen Unterstützung zur Umsetzung der Coronavirus Präventionsmassnahmen zu entwickeln. Zudem werden die anonymisierten Daten in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. 

Kooperationspartner*innen:

Dr. Maria Del Rio Carral (Universität Lausanne)
Prof. Carlo Fabian (Fachhochschule Nordwestschweiz)
 

Forschungsförderung:

Ursula Wirz-Stiftung

Projektteam an der Universität Bern: